Akkordeonorchester aus Elmshorn und London feiern musikalisches Freundschaftsfest in Hamburg. Vier Tage internationaler Austausch mit zahlreichen Begegnungen.

Elmshorn/Hamburg. Rund 1000 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer und ein musikalisches Programm, das die ganze Vielfalt des Akkordeons eindrucksvoll unter Beweis stellte: Das Konzert „Bellows Across Borders“ am 31. Oktober 2026 im großen Saal der Hamburger Laeiszhalle wurde zu einem überwältigenden Erfolg. Das Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn unter der Leitung von Susanne Drdack und das London Accordion Orchestra unter der Leitung von Ian Watson präsentierten gemeinsam einen Konzertabend, der musikalische Grenzen überwand und die deutsch-britische Freundschaft auf besondere Weise hörbar machte. Unterstützt wurden Sie vom extra dafür gebildeten Konzertchor, bestehend aus dem Kinderchor und Jugendchor der Liedertafel Elmshorn sowie dem Mittelstufenchor und dem Oberstufenchor der Bismarckschule Elmshorn.
Unter den Gästen im Großen Saal befanden sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Gesellschaft, darunter Elmshorns Oberbürgermeister Erik Sachse, Bengta Reich, Vorsitzende der Bürgerstiftung Elmshorn, Anton Schlenger-Evers, 2. Vorsitzender der Liedertafel Elmshorn, sowie Walter Klement, Leiter der Musikschule Elmshorn.
Das abwechslungsreiche Programm spannte einen musikalischen Bogen von zeitgenössischen Originalkompositionen für Akkordeonorchester über klassische Orchester- und Chorliteratur bis hin zu weltbekannter Filmmusik und mitreißenden Showstücken. Mit Werken wie „The Kingdoms“ von Ian Watson und „Werziade IV“ von Fritz Dobler zeigten die Musikerinnen und Musiker die klanglichen und technischen Möglichkeiten des modernen Akkordeonorchesters. Klassische Meisterwerke und anspruchsvolle Orchesterliteratur erhielten in Bearbeitungen für Akkordeon eine ganz eigene Klangfarbe. Dazu gehörten unter anderem „Danzón“ von Arturo Márquez und „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen.
Auch Filmmusikfans kamen voll auf ihre Kosten: „Hedwig’s Theme“ aus Harry Potter, Melodien aus „Out of Africa“ und die Musik aus „Star Wars“, für die sich beide Orchester gemeinsam auf der Bühne versammelten. Dass Akkordeonmusik auch ausgesprochen unterhaltsam, überraschend und mitreißend sein kann, bewiesen die Orchester mit Showstücken wie John Williams’ „Swing, Swing, Swing“ und einer eigens von Ian Watson arrangierten Swing-Version des Songs „Toxic“. Mit viel Spielfreude und musikalischem Witz begeisterten sie das Publikum und sorgten für ausgelassene Konzertstimmung.
Ein besonders mitreißender Abschluss gelang mit der finalen Zugabe „I Will Survive“. Unterstützt vom Konzertchor stimmte das Publikum begeistert mit ein und verwandelte den Großen Saal der Laeiszhalle in einen großen gemeinsamen Chor. Die Standing Ovations machten deutlich, dass dieser Abend den Beteiligten und Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
„Es war ein Abend, wie wir ihn uns schöner nicht hätten wünschen können. Nach vier Jahren Vorbereitung gemeinsam mit unseren Londoner Freunden auf dieser besonderen Bühne zu stehen und vor einem so begeisterten Publikum zu spielen, war überwältigend“, freut sich Susanne Drdack, Leiterin des Akkordeonorchesters der Musikschule Elmshorn. „Besonders schön war zu erleben, wie viele Menschen an diesem Abend das Akkordeon noch einmal ganz neu entdeckt haben.“
Auch Ian Watson zeigte sich begeistert vom gemeinsamen Konzert: „Die Verbindung zwischen unseren beiden Orchestern ist etwas ganz Besonderes. Gemeinsam in der Laeiszhalle zu musizieren und diese Begeisterung mit einem so wunderbaren Publikum zu teilen, war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis.“
Vier Tage deutsch-britische Freundschaft
Das Konzert bildete den Höhepunkt eines viertägigen Aufenthalts des London Accordion Orchestra in Elmshorn und Hamburg. Der internationale Orchesteraustausch war über einen Zeitraum von vier Jahren vorbereitet worden und brachte die Musikerinnen und Musiker nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich zusammen.
Zum offiziellen Programm gehörte die Begrüßung der britischen Gäste durch Elmshorns Oberbürgermeister Erik Sachse. Bei dem offiziellen Empfang in der Musikschule wurde die Bedeutung des internationalen Austauschs und der deutsch-britischen Freundschaft gewürdigt.

Ein weiterer Höhepunkt war der offizielle interkulturelle Begegnungsabend in Harry’s Haus am See. In entspannter Atmosphäre kamen die Musikerinnen und Musiker beider Orchester sowie geladene Gäste miteinander ins Gespräch. Der Abend bot Gelegenheit, Kontakte zu vertiefen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und die über die vergangenen Jahre gewachsene Freundschaft weiter zu stärken. Ermöglicht wurde diese Begegnung durch die freundliche Unterstützung der Bürgerstiftung Elmshorn.
Auch nach dem großen Konzert ging der Austausch weiter: Am Sonntag besuchten die Londoner Gäste das Hamburger Rathaus und erhielten dort eine englischsprachige Führung. So konnten sie neben der musikalischen Seite auch ein Stück Hamburger Geschichte und Stadtgesellschaft kennenlernen, bevor sich die Wege der beiden Orchester nach vier ereignisreichen Tagen wieder trennten.
Ein Gemeinschaftsprojekt, das verbindet
Das Konzert war auch für das Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn ein besonderer Erfolg. Das 1980 gegründete Ensemble konnte sich in der Laeiszhalle einmal mehr einem großen Publikum präsentieren und an seine bisherigen internationalen Erfolge anknüpfen. Dazu zählt unter anderem der zweite Platz beim World Music Festival in Innsbruck 2019.
Ein solches internationales Projekt wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Förderer und Partner nicht möglich gewesen. Die Musikschule Elmshorn und das Akkordeonorchester bedanken sich deshalb ausdrücklich bei allen Sponsoren und Unterstützern, die den Orchesteraustausch und das Konzert ermöglicht haben: Bürgerstiftung Elmshorn, Peter Kölln GmbH, DERBE Hamburg, Stadtmarketing Elmshorn, Sparkasse Elmshorn, Tischlerei und Bestattungen Konetzny, DB Architekt, IVS Immobilien Verwaltung Stubenrauch, Die Akkordeon Profis sowie dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg.
Vier Jahre Vorbereitung, vier Tage gemeinsamer Erlebnisse und ein Konzertabend, der 1000 Menschen begeisterte: „Bellows Across Borders“ war ein musikalischer Höhepunkt im Jahr des Akkordeons, der ein deutliches Zeichen gesetzt hat: für grenzenüberschreitende musikalische Freundschaften, für den Mut, groß zu denken und für Elmshorn als Kulturstandort.

